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Vernissage im und am Rathaus


Mit dem neuen Rathaus war die Gemeinde Neckartailfingen auf der Suche nach einer Skulptur für den Rathausplatz. Der Gemeinderat hat sich gegen eine dauerhafte Skulptur entschieden und stattdessen für die Finanzierung des Projekts  „Kunst im Gespräch“ mit halbjährlich wechselnden Kunstprojekten.

Die Kunstwerke sind jeweils mehrere Wochen auf dem Rathausplatz oder im Rathaus zu bestaunen. Eine Vernissage im Rathaus eröffnet halbjährlich die Ausstellungsreihe.

Diese werden die letzten Jahre durch die Jugendkunstschule Filderstadt und den Kindern der Liebenauschule Neckartailfingen, sowie der Hochschule für Kunsttherapie (HKT) Nürtingen gestaltet und unterstützt.

Neckartailfingen möchte den Rathausplatz und das Rathaus beleben und gleichzeitig die Bürger zu einem interaktiven Austausch mit Kunst anregen. Die Arbeiten haben stets unterschiedliche Aspekte, betonen jedoch immer den künstlerischen Ansatz und den Bezug zur Gemeinde.


Vernissage am 07. November 2018

Dinos im Rathaus Neckartailfingen

Am Mittwoch den 7. November 2018 fand  in der  Reihe „Kunst im Gespräch“ die Vernissage zur Ausstellung des Kunstprojektes „Dino in Urlandschaft “ im Neckartailfinger Rathaus statt. Die Ausstellung „Dino in Urlandschaft“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Gemeinde Neckartailfingen, der Kunstschule Filderstadt und der Liebenau-Grundschule.

Unter der Leitung von Uschi Kohler und Ute Fischer-Dieter, Dozentinnen  der Kunstschule Filderstadt und in Zusammenarbeit mit der Schulleiterin Frau Bopp und der Klassenlehrerin Frau Held, arbeiteten die Kinder der 4. Klassen der Liebenauschule mehrere Wochen an dem Projekt. Die Ausstellung kann noch bis zum 21.12.2018 im Rathaus besichtigt werden.

Die Kinder der 4. Klasse erschufen zusammen mit Frau Uschi Kohler und Ute Fischer-Dieter eine wilde, phantastische und bunte Szenerie aus Dinos mit aufgerissenen Mäulern, Stacheln auf dem Rücken und langen Hälsen. Noch dazu bastelten sie für die Umgebung Vulkane, Urwaldpflanzen, und Krebse. Die Schüler der 1. bis 3. Klasse entwarfen Steine aus Papier, komisch aussehende Insekten aus gebrauchten Kinderschuhen und Kriechtiere aus Papptellern. Somit war die ganze Schule an dem Projekt beteiligt und jeder konnte einen kleinen Teil dazu beitragen.

Die Landschaft wurde ausschließlich mit Materialen gefertigt, die man normalerweise wegwerfen würde, wie Pappkartons, Verpackungsmaterial aus Plastik, alte Leintücher und Holzlatten. Die Kinder mussten sägen, schrauben, nageln, leimen und mit Heißklebepistolen arbeiten. Die Kinder arbeiten selbständig mit den Materialen und Werkzeug, welches das handwerkliche Geschick der Kinder fördert und fordert.

Hierbei stand natürlich das kreative Arbeiten im Vordergrund. Wenn so viele Kinder und Erwachsenen zusammenarbeiten, erfordert das ein Höchstmaß an sozialer Kompetenz und gutem Willen. Das ist auch mal mit Chaos und Unübersichtlichkeit verbunden, aber die Kinder kommen danach mit mehr Selbstvertrauen und Lebensfreunde nach Hause, meint Barbara Grupp, Leiterin der Jugendkunstschule Filderstadt. „So konnten tatsächlich auch einmal Kinder sich voller Begeisterung und mit Erfolg einbringen, die sich zum Beispiel in Deutsch und Mathe schwer tun“, sagt Barbara Grupp.

Ein solches Projekt hat erstmals vor 16 Jahren stattgefunden, es heißt „Kunst im Gespräch“. Hierbei arbeiten die Kinder mehrere Wochen an einem Projekt, das dann für einige Wochen im Rathaus in Neckartailfingen ausgestellt wird. Da das Kunstwerk nun einige Wochen im Rathaus steht, kommen die Menschen nicht nur wegen Rathaus betreffender Angelegenheiten, sondern auch um die Ausstellung zu begutachten, welche dieses Jahr auch gut von außen zu sehen ist.

Bericht von Larissa Hess (Auszubildende Rathaus Neckartailfingen)